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Inez Déjà

Schwimmen will gelernt sein!

Im Sozialbericht der Stadt Herford (beschlossen vor 3 Jahren) wurde die Verwaltung beauftragt, dafür zu sorgen, dass alle Kinder vor der Einschulung schwimmen und Radfahren können. Diese Grundfähigkeiten sollten für Kinder systematisch verankert sein, und in den Kindergärten Schwimmkurse angeboten werden.

Wie jetzt in der verkürzten Darstellung der Verwaltung  zu lesen ist, soll das Schwimmen in Herford umgesetzt sein. Vom Radfahren ist in dieser Darstellung nichts zu lesen.

Das hat die Fraktion DIE LINKE stichprobenartig in den Kitas nachgefragt, wie Ingrid Wolff (sachkundige Bürgerin) im Schul- und Jugendhilfeausschuss erläuterte. Von den jeweiligen Leiterinnen hörte sie, dass es wohl ein Schwimmkursangebot gab, aber dieses nur umgesetzt werden konnte, wenn eine Erzieherin mit einem Rettungsschwimmerschein den Schwimmkurses begleitet.

Also erscheint die Umsetzung der Maßnahmen, wie in der Darstellung  suggeriert wird, nicht wirklich zu stimmen.

Da hilft es auch nicht, dass die Sprecherin der Grundschulen sagt, man habe in der 3. Klasse im Schwimmunterricht festgestellt, dass die meisten Kinder schwimmen könnten. Das war nicht die Beantwortung der Frage aus den Handlungsempfehlungen des Sozialberichtes. Das Erlangen der Grundfähigkeiten Schwimmen und Radfahren sollte alle Kinder in Herford zumindest darin einen vergleichbaren Entwicklungsstand bei der Einschulung geben.

Im Jugendhilfeausschuss teilte ein Kita-Trägervertreter am Ende der Sitzung mit, dass in 2 seiner Kitas Schwimmkurse stattgefunden haben. Ob diese kontinuierlich durchgeführt werden, ist nicht bekannt.

Wie wichtig das Schwimmen ist, kann aktuell in der Apotheken Umschau nachgelesen werden: „Bald Nichtschwimmer-Nation. Zunehmend weniger Kinder in Deutschland können sicher schwimmen. Eine Ursache: Die Zahl der Bäder sinkt kontinuierlich“. Ein empfehlenswerter Artikel, der deutlich macht, dass lt. einer RKI-Studie Kinder mit niedrigem Sozialstatus seltener schwimmen können als Gleichaltrige mit hohem Sozialstatus.

Daher erwartet die Fraktion DIE LINKE, dass endlich die Empfehlungen aus dem Sozialbericht in Herford umgesetzt werden oder mitgeteilt wird, warum dieses in der Umsetzung nicht möglich ist.

Inez Déjà

Fraktionsvorsitzende der Partei DIE LINKE  im Rat der Stadt Herford