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Welt-Habitat-Tag: Die Linke fordert Kurswechsel in der Wohnungspolitik

„Die Wohnungskrise ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Steigende Mieten und Nebenkosten bringen immer mehr Menschen an ihre finanziellen Grenzen. Wer dauerhaft einen großen Teil seines Einkommens für die Miete aufbringen muss, hat am Ende an anderer Stelle zu wenig Geld für ein gutes Leben", erklärt Utz Kowalewski, Mitglied des Landesvorstands und wohnungspolitischer Sprecher der Partei Die Linke NRW.

Besonders angespannt sei die Situation in den Städten des Ruhrgebiets und den Ballungszentren des Rheinlandes. Bezahlbarer Wohnraum sei vielerorts kaum noch zu finden. Gleichzeitig nehme der Druck auf Mieterinnen und Mieter zu. Auch Menschen, die nach einem Aufenthalt in einem Frauenhaus oder einer betreuten Wohngemeinschaft eine eigene Wohnung benötigen, hätten es zunehmend schwer, auf dem angespannten Wohnungsmarkt Fuß zu fassen.

„Wenn Menschen keine bezahlbare Wohnung mehr finden, kann das eine ganze Kette von Problemen auslösen - bis hin zur Wohnungslosigkeit. Deshalb müssen wir nicht nur die Symptome bekämpfen, sondern endlich die strukturellen Ursachen der Wohnungskrise angehen", so Kowalewski.

Die Linke fordert deshalb einen grundlegenden Kurswechsel in der Wohnungspolitik des Landes. Eine landeseigene Wohnbaugesellschaft sei notwenig.

Darüber hinaus fordert Die Linke den Ausbau eines starken öffentlichen Wohnungssektors. Die großen Wohnungsbestände von Konzernen wie Vonovia und LEG sollten nach Auffassung der Linken vergesellschaftet werden. „Wohnraum ist keine gewöhnliche Ware. Wenn große Wohnungsunternehmen mit ihren Beständen Rendite erwirtschaften, während Mieterinnen und Mieter immer höhere Wohnkosten tragen müssen, läuft etwas grundsätzlich falsch. Wir brauchen mehr Wohnungen, die dauerhaft dem Gemeinwohl verpflichtet sind und nicht den Renditeerwartungen von Aktionären", erklärt Kowalewski. 


Auch bei der energetischen Sanierung müsse das Land einen neuen Weg einschlagen. Die notwendige Klimaanpassung und energetische Modernisierung von  Wohngebäuden dürfe nicht dazu führen, dass die Wohnkosten für Mieterinnen und Mieter weiter steigen. „Klimaschutz und bezahlbares Wohnen müssen zusammen gedacht werden. Es kann nicht sein, dass Mieterinnen und Mieter am Ende die Kosten für die energetische Sanierung tragen, während gleichzeitig die Gewinne der Eigentümer geschützt werden. Die öffentliche Förderung muss deshalb konsequent darauf ausgerichtet werden, dass Sanierungen sozialverträglich und dauerhaft bezahlbar bleiben", sagt Kowalewski.

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