Protest gegen Outsourcing und Spaltung der Belegschaft am Klinikum Herford-Bünde
209 Beschäftigte, von denen 55 befristete Verträge haben, sollen ausgelagert werden.
Neu eingestellte Kolleg*innen sollen nicht mehr nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlt werden. Es wird zu schlechterer Bezahlung und tariflichen Rahmenbedingungen kommen.
Auch wenn die neuen Regelungen erst für Neueinstellungen gelten, ist die Spaltung der Belegschaft vorprogrammiert. Und bei befristeten Verträgen kann der neue Tarif sofort zur Anwendung kommen. Außerdem ist eine effektive Zusammenarbeit zwischen dem Pflegepersonal und den ausgelagerten Beschäftigen nicht so möglich wie bisher.
Das ist Tarifflucht und unsozial.
Mit den Demonstranten solidarisierten sich auch Beschäftigte aus den Mühlenkreiskliniken in Minden und dem Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen.
Es gab kämpferische Redebeiträgen von „ver.di“ OWL, dem DGB, des Personalratsvorsitzenden aus den Mühlenkreiskliniken, des Personalratsvorsitzenden des Kreises Herford, von verdi-Vertrauensleuten sowie einer betroffenen Beschäftigten aus der Reinigung.
Alle machten klar, die Beschäftigten sind bereit, für den „Erhalt ihrer gemeinsamen Arbeitsbedingungen zu kämpfen und werden die geplante Ausgliederung nicht einfach hinnehmen“, heißt es von der Gewerkschaft. „Alle jetzigen Beschäftigten bilden die Kreiskliniken Herford-Bünde ab und sind für ihre Leistungen in der stationären Gesundheitsversorgung wertschätzend zu behandeln.“
Weitere Aktionen werden laut der Gewerkschaft „ver.di“ nun geplant.



