Lehrermangel an Schulen in OWL und Herford Die Landes- und die Bezirksregierung müssen mehr Stellen ausschreiben und Lehrer*innen einstellen
Dabei wissen Lehrende, Eltern und Schüler:innen schon lange von Stundenausfall und zu wenig Personal. Trotzdem bekommen angehende Lehrkräfte nur Vertretungsstellen und Befristungen angeboten. Viele ausgebildete Lehrer:innen wechseln nach ihrer Referendariat den Beruf.
Im Kreis Herford gelten von 69 allgemeinbildenden Schulen 53 als unterversorgt. Besonders prekär ist die Situation an Gymnasien. Auch an zwei Drittel der Grundschulen, die in den ersten Schuljahren für die Entwicklung der Kinder besonders wichtig sind, fehlen Lehrkräfte. Lehrermangel ist in allen Schulformen tagtägliche Realität. Trotzdem behauptet die Bezirksregierung, die für die Ausschreibung von Stellen und Einstellungen verantwortlich ist, der Regierungsbezirk Detmold gelte im Landesvergleich als gut versorgt.
Inge Höger, Kreissprecherin der Linken, fordert eine Einstellungsoffensive für alle Schulformen und die Ausweisung von zusätzlichen Stellen. „Die Landesregierung ist mit den zuständigen Bezirksregierungen zum sofortigen Handeln aufgefordert. Es kann nicht sein, dass auf dem Rücken der Kinder an Personal und Ausstattung an Schulen gespart wird. Auch Lehrer:innen brauchen verlässlicher Perspektiven, bevor sie aus dem Beruf aussteigen. Lehrende und Kinder brauchen mehr Geld für Bildung statt für Aufrüstung.“
