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DIE LINKE ruft zur Teilnahme an Demonstrationen gegen die geplante Urheberrechtsrichtlinie der Europäischen Union auf.

Mit der geplanten Urheberrechtsrichtlinie der EU ist die Freiheit des
Internets massiv bedroht. Durch die faktisch verpflichtende Einführung
sogenannter Uploadfilter läge es in der Hand privater Konzerne, welche
Inhalte zukünftig auf den Plattformen im Internet zu sehen wären. Auch
Parodien, Remixe oder Zitate wären so regelmäßig nicht mehr möglich.
Meinungsfreiheit wird zugunsten der Medienvermarkter beschnitten.

Durch die Einführung eines EU-weiten Leistungsschutzrechtes für
Presseverlage würden kleine und unabhängige Nachrichtenportale
verdrängt, da sie bereits für Überschriften oder kurze Anmoderation
von Presseartikeln Lizenzen erwerben müssten. Vielfalt von
Information im Internet würde drastisch annehmen. Die Vermittlung von
Nachrichten ist aber elementar für eine funktionierende Demokratie.

Es ist ein Mythos, dass das Internet ein rechtsfreier Raum sei. Schon
jetzt werden regelmäßig Urheberrechtsverstöße geahndet. Nutzer und
Urheber haben von den geplanten EU Regelungen nichts, sie dienen
alleine den Interessen der Verwertungsindustrie.

DIE LINKE begrüßt die Vereinheitlichung von Ausnahmen im Urheberrecht
und fordert gute Bedingungen und faire Bezahlung von Kreativen im
Internet sowie faire Regelungen für die Nutzung urheberrechtlich
geschützten Materials. Die geplante Urheberrechtsreform der EU ist
dazu jedoch kein Beitrag, sondern gefährdet massiv die Freiheit des
Internets und bedeutet faktisch Zensur. Deshalb ruft DIE LINKE
dazu auf, an den Aktionen der Kampagne #SaveYourInternet am 23. März
teilzunehmen und für die Freiheit des Internets zu kämpfen. Die
Demonstration findet dezentral in vielen Städten des Landes statt.
 

https://savetheinternet.info/demos

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