Die Linke im Kreis Herford kritisiert Entscheidung des Verwaltungsrates der Kliniken Herford-Bünde Beschäftigte sind nicht verantwortlich für Schulden des Klinikums

Hierzu erklärt der Kreisvorstand der Linken: „Verantwortlich für die finanzielle Situation der Krankenhäuser im Land sind die Bundes- und die Landesregierung durch die Einführung von Fallpauschalen und die unzureichende Finanzierung des Landes NRW für die Investitionskosten. Dazu kommen noch die aktuelle Krankenhausplanung von NRW-Gesundheitsminister Laumann, nach der Krankenhäuser nicht alle bisherigen Leistungen anbieten dürfen oder sie nicht mehr bezahlt bekommen. Dies hat den ruinösen Wettbewerb zwischen den Klinken noch mal verschärft.

Auf Bundesebene sind weitere Einschränkungen sowohl finanziell bei den Spargesetzen der gesetzlichen Krankenkassen als auch mit der Zentralisierung auf wenige Großkliniken und dem Abbau der flächendeckenden, wohnortnahen Versorgung geplant bzw. bereits beschlossen.

In der Coronakrise wurde für die Beschäftigten im Gesundheitswesen noch geklatscht. Aber danach gab es weder einen Ausgleich für die Krankenhäuser für Tarifsteigerungen noch für die gestiegenen Energiekosten. 75 Prozent aller Krankenhäuser machen Verluste, viele gehen in die Insolvenz. Für die Beschäftigten im Klinikum Herford-Bünde und in anderen Krankenhäusern ist die Arbeitsbelastung in den letzten Jahren massiv gestiegen. Sie sind nicht verantwortlich für mangelnde Refinanzierung. Auf ihrem Rücken darf nicht weiter gespart werden.“

Gesundheit ist keine Ware und Krankenhäuser sind keine Fabriken, meinen die Linken. Der Kreisvorstand kritisiert die Beschlüsse des Verwaltungsrates und auch des linken Mitgliedes im Verwaltungsrat. Sie tragen nicht zu einer besseren Gesundheitsversorgung im Kreis Herford bei.