Stellungnahme zur geplanten Eisarena

Böse Zungen könnten behaupten, es handelt sich hier um Größenwahn. So sehr es sich einige Menschen vielleicht wünschen, aber Herford ist nicht Frankfurt.

Außerdem hat die Erfahrung bei solchen Bauvorhaben gezeigt, dass sich die Kosten von 35 Millionen € durchaus mehr als verdoppeln können.

Wir stimmen selbstverständlich zu, dass die jetzige Eishalle stark sanierungsbedürftig ist und entsprechend hohe Energiekosten verursacht. Aber die Lösung kann nicht diese geplante Eisarena sein. Einer Variante von kleinerem Ausmaß würden wir eher zustimmen.

Der Bau soll voraussichtlich 5 Jahre dauern, aber in den nächsten Jahren wird die Stadt Gelder für die Sanierung der teils sanierungsbedürftigen Schulen, Klimaschutzmaßnahmen und die dringend notwendige Verkehrswende bereitstellen müssen. Klingt es da nicht wie Hohn, wenn wir uns angesichts einer schwierigen Haushaltslage eine riesige Eisarena leisten würden? Und was ist mit dem Lärmschutz? Das Gericht hat aus Gründen der erhöhten Lärmbelastung der Anwohner die Besucheranzahl auf gut 1000 reduziert. Sowohl Verkehrsaufkommen und Lärm würden deutlich erhöht.

Wir erachten es als dringender und realistischer, in das Schwimmbad „Im kleinen Felde“ zu investieren. Eine Investition in das Schwimmbad käme allen Menschen zu Gute, die sich die teuren Eintrittspreise in das H2O nicht leisten können. Insbesondere könnten dadurch Schwimmzeiten ausgeweitet werden und Kinder müssten nicht Monate auf einen freien Platz in einem Schwimmkurs warten.   

Bericht der Neuen Westfälischen vom 15.07.25

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