Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit
Veranstalter: Gedenkstätte Zellentrakt, Lebenshilfe Herford, Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.
Die Gedenkstätte Zellentrakt lädt ein zur Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit. Terffpunkt ist Freitag, der 05. September um 17:00 Uhr am Mahnmal für die Opfer des Faschismus am Deichtorwall Herford.
Die Begrüßung übernimmt Dr. med Wolf Müller vom Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V. Anschließend wird es Gedenkworte geben.
Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von der Füllenbruch-Combo der Lebenshilfe Herford mit Lars Landwehr und Christoph Restemeier unter der Leitung von Christel Windgassen.
Im Anschluss wird es zwei Kurzvorträge geben:
Dr. med. Wolf Müller spricht zu den Erinnerungslücken in der deutschen Gedenkkultur, insbesondere zum Verstehen der und Erinnern an die Psychiatrie-Verbrechen der NS-Zeit.
Helga Kohne spricht zu den Morden an Kindern im Rahmen der Euthanasie und T4-Aktion, den Täter*innen in den Tötungsanstalten, den Kindermorden im KZ Auschwitz und den Morden an Kindern von Zwangsarbeiterinnen in den sogenannten Kinder-Pflegestätten.
05.09.25, 17 Uhr Mahnmal für die Opfer des Faschismus, Deichtorwall 11, 32052 Herford
Blumen für Stukenbrock - 80 Jahre nach der Befreiung
Veranstalter: Arbeitskreis Blumen für Stukenbrock
Friedensfähig werden statt kriegstüchtig!
Vor 80 Jahren endete mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands der 2. Weltkrieg. Mit dem Sieg der alliierten Armeen wurde auch unser Land von der faschistischen Herrschaft befreit. Nie wieder sollte von Deutschland ein Krieg ausgehen! Das war der dokumentierte Wille der Siegermächte und der Widerstandskämpfer im Land. Er entsprach den Wünschen der Menschen in Ost und West. Über 60 Millionen Tote waren das Ergebnis dieses von Deutschland ausgelösten Krieges. 27 Millionen Tote hatten die Völker der damaligen Sowjetunion zu beklagen. Zu denen gehören auch die 65.000 Soldaten der Sowjetarmee, die man im Stalag 326 in Stukenbrock in deutscher Gefangenschaft zu Tode gequält hatte. Das darf niemals vergessen werden!
Das Grundgesetz der Bundesrepublik bekennt sich in Artikel 25 zum Völkerrecht. Es verpflichtet unser Land in Artikel 26 das friedliche Zusammenleben der Völker zu fördern. Es betrachtet die Kriegsvorbereitung als strafbare Handlung.
Statt kluger Diplomatie, die gerade jetzt für die Beendigung des völkerrechtswidrigen Krieges in der Ukraine dringend nötig wäre, setzen auch die Regierenden der Bundesrepublik auf die Schaffung von »Kriegstüchtigkeit«, auf milliardenschwere Rüstungskredite, auf die mediale Vorbereitung eines Krieges. Die Aktivierung der Wehrpflicht ist von ihnen geplant.
Dazu sagen wir NEIN!
Neue Gefahren bedrohen unser aller Leben! Wir wenden uns gegen die für das Jahr 2026 geplante Stationierung von neuen Mittelstreckenraketen in unserem Land, die in wenigen Minuten mit Atomwaffen bestückt, Moskau und andere Ziele in Russland treffen können. Die Toten zweier Weltkriege mahnen uns, alles zu tun, damit Frieden bleibt, Frieden zwischen den Menschen, Frieden zwischen den Völkern! So lautet auch die in Stein gemeißelte Mahnung von Stukenbrock!
Wir laden ein zum Mahnen und Gedenken.
06.09.25, 15 Uhr Sowjetischer Soldatenfriedhof Stukenbrock/Senne
80 Jahre Kriegsende, Niederlage und Befreiung in Herford
Veranstalter: VHS Herford, Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Niederlage, Befreiung, Neuanfang?
In seinem Vortrag spürt Christoph Lorke vom LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte aus Münster der Geschichte des Kriegsendes und seiner Erinnerungskultur von 1945 bis heute nach.
Wie ging die Stadt Herford mit den Erfahrungen des Krieges in den vergangenen 80 Jahren um? Warum veränderte sich die Erinnerung immer wieder? Und was sagt die Erinnerungskultur zum Kriegsende aus über den Umgang dieser mit der Geschichte des Nationalsozialismus? Wie sollte bzw. könnte die Zukunft der Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg ohne Zeitzeugen aussehen?
08.09.25, 19 Uhr VHS Herford, Münsterkirchplatz 1, 32052 Herford
Kurdische Filmtage Bielefeld
An mehreren Abenden präsentieren die Initiative Frieden und Hoffnung e.V. eine Auswahl eindrucksvoller Filme, die gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen aus und über Kurdistan beleuchten. Die Filme eröffnen neue Perspektiven auf den Alltag kurdischer Gemeinschaften sowie auf persönliche Lebenswelten und sollen dazu beitragen, ein differenzierteres Bild zu vermitteln.
Mit den Kurdischen Filmtagen soll nicht nur die Vielfalt kurdischer Filmkunst sichtbar gemacht werden, sondern auch ein Raum für Austausch und Begegnung geschaffen - und damit eine Brücke der Solidarität und des Verständnisses geschlagen werden. Begleitet wird das Filmprogramm von Gesprächen mit Filmschaffenden wie Kazim Öz, die spannende Hintergrundinformationen geben und den Austausch mit dem Publikum ermöglichen.
Das Programm und weitere Informationen findet ihr hier.
19. bis 28.09.25 Lichtwerk, Ravensberger Park 7, 33607 Bielefeld
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