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DIESE SPONTANE ARBEITSNIEDERLEGUNG WAR NICHT GEPLANT
Filmvorführung & Diskussion mit Zeitzeug*innen / Aktivist*innen der Streiks
Mittwoch, 19. Juni 2024 18Uhr, VHS Löhne / Werretalhalle Alte Bünder Str. 14 32584 Löhne
Vor 50 Jahren fanden in West-Deutschland über 300 sogenannte „wilde Streiks“ statt, von denen in NRW v.a. die Streiks im Sommer 1973 bei Pierburg und Ford im Gedächtnis geblieben sind. Viele der spontanen Streiks waren von Migrant*innen getragen, die täglich rassistischen und sexistischen Lohnhierarchien ausgesetzt waren. Diese „wilden Streiks“ blieben nicht ohne Rückwirkung auf die „offiziellen“ Arbeitskämpfe der DGB-Gewerkschaften und führten insgesamt zu einer Politisierung der sozialen Auseinandersetzungen in der BRD.
Die Doku „Diese spontane Arbeitsniederlegung war nicht geplant“ (1982) (Thomas Giefer, Yüksel Uğurlu, Klaus Baumgarten) blickt neun Jahre nach dem „wilden Streik“ im Kölner Ford-Werk gemeinsam mit Aktivist*innen zurück auf die damaligen Proteste und fragt nach ihren Folgen. Im Anschluss an die Filmvorführung werden Nuria Cafaro (Universität Köln) und Eva Bockenheimer (Arbeit und Leben Herford) mit Mitat Özdemir (Ingenieur, seit 1972 Sozialarbeiter im Wohnheim bei Ford) und Seyfo Kurt (Zeitzeuge, Mitglied des Streik-Komitees) im Publikumsgespräch über die Auseinandersetzungen 1973 sprechen.
Veranstalter*in Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS e.V.in Kooperation mit der vhs Löhne und dem Rosa-Luxemburg-Club Löhne
MUSIK KENNT KEINE GRENZEN!
Konzert
22. Juni 2024, 19Uhr, Fla Fla, Diebrocker Straße 2-4, 32051 Herford
Herford setzt mit Musik ein Zeichen für Diversität, gegen Rassismus und Diskriminierung! Drei Bands aus der Region, mit unterschiedlichen Hintergründen und Musikstilen erwarten euch im FlaFla. Musik verbindet, transportiert wichtige Inhalte, aber mal auf eine andere Art als nur in Vorträgen, Lesungen oder Workshops. Beim Tanzen und Singen feiern wir Erfolge gegen Rassismus und Rechtsextremismus und tanken Kraft für weitere Kämpfe gegen rechts. Kommt vorbei, der Eintritt ist frei!
Veranstalter*in SJD Die Falken KV Herford
DER LANGE SCHATTEN DER KOLONIALZEIT
Stadtführung auf kolonialen Spuren durch Herford
25.Juni 2024, 17Uhr, Treffpunkt Bahnhof Herford
mit Dr. Barbara Frey
Vertreibung, Exil, Literatur oder Die Erinnerungen der Käthe Vordtriede
Mittwoch, 26. Juni, 19 Uhr im Daniel-Pöppelmannhaus, Herford
Herford führt der Publizist Michael Girke das Schicksal der jüdischen Herforder Intellektuellen Käthe Vordtriede vor Augen, die mit den Mitteln des Schreibens in „finsteren Zeiten“ (Hannah Arendt) überlebte. Der Abend der Reihe „Herford erLesen“ im Städtischen Museum findet in Kooperation mit der Gedenkstätte Zellentrakt, Herford und der Jüdischen Gemeinde Herford/Detmold statt.
„Viele Juden fühlten, dass der Tod unser Ziel und das Leben ein sehr unsicheres Geschenk ist“ - diesen Satz schrieb die Journalistin Käthe Vordtriede, die mit einem örtlichen Unternehmer verheiratet war und viele Jahre in Herford lebte, 1938 aus ihrem oft leidvollen Exil in der Schweiz. Käthe Vordtriedes bewegende Briefe aus „jenen Tagen" werden von manchen auf eine Stufe mit denen Victor Klemperers gestellt, die ein großes Publikum in ihren Bann zogen. Viel früher als andere erkannte die aus einer säkularen jüdischen Familie stammende, politisch und publizistisch hoch aktive Vordtriede das mörderische Gesicht des Nationalsozialismus, erlebte Haft, Flucht, Exil und hielt ihre Erfahrungen schriftlich fest. Oft in Briefen an ihren Sohn Werner Vordtriede, der aus Deutschland floh und in den USA zum Literaturwissenschaftler und Star der Geisteswissenschaften wurde.
Theaterstück „Spectaculum de defectum“ mit anschließendem Publikumsgespräch
04. Juli 2024, 19Uhr, Rathausplatz Herford
Das Theaterlabor thematisiert mit dem Theaterstück die Geschichte der Detmolder Synagoge, setzt sich für deren Erhalt ein und wehrt sich gegen die antisemitischen Aktionen des aktuellen Eigentümers. Die Gedenkstätte Zellentrakt solidarisiert sich in der Aktion für den Erhalt der ehemaligen Detmolder Synagoge und für das Aufrechterhalten der Erinnerung und Geschichte dieses Ortes.
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten! Die Aufführungen finden in Kooperation mit der jüdischen Gemeinde Herford - Detmold, dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V. / Gedenkstätte Zellentrakt in Herford, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der Lippischen Landeskirche Detmold statt. Gefördert durch die Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW.
Aktionswochen gegen Rechtsextremismus
diesem Jahr beteiligen sich im Rahmen der kreisweiten Aktionswochen gegen Rassismus und Rechtsextremismus wieder eine Vielzahl von Akteur*innen aus Haupt- und Ehrenamt mit den unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten für verschiedene Zielgruppen.
Vom 21.5. bis zum 3.7.2024 bietet das umfangreiche Programm viele Gelegenheiten zur Wissensvertiefung, zum aktiven Lernen und Anwenden, zum Zuhören sowie für Begegnung und Austausch. Da Rassismus und Rechtsextremismus leider so tief in den Strukturen und Individuen der Gesellschaft verankert ist und viele Bereiche umfasst, reicht die Bandbreite an Themen von (Post)Kolonialismus, Faschismus, Gedenk- und Erinnerungsarbeit über Antimuslimischem und Antikurdischem Rassismus zu Migration, Demokratie- und Vielfaltsbildung.
Zum gesamten Programm der Aktionswochen gehts hier
Veranstalter*in: Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Vereint und rebellisch - Feministischer Lesekreis
Bürgerwache am Siegfriedsplatz, Bielefeld Jeden 4. Dienstag im Monat, 19Uhr
Im Lesekreis wollen wir darum ringen, etwas als widerständig zu begreifen. Wir wollen auf marxistischen, feministischen undinternationalistischen Wegen zu neuen Erkenntnissen gelangen, voneinander lernen.
Veranstalter*in: Rosa - Luxemburg - Club Bielefeld
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