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Inez Déjà

Die Stadt ist kein Konzern!

Die Stadt ist kein Konzern, der schnell möglichst hohe Gewinne generiert, sondern soll weitblickend zum Wohle aller Einwohnerinnen handeln.
Mit dem schnellen  Verkauf an private Investoren setzt der Rat auf kurzfristige Gewinne, ohne dabei die Zukunft im Blick zu haben.
Was passiert, wenn der Investor in ein paar Jahren verkauft?
Die Stadt hat ein Vorkaufsrecht, das bedeutet, der Stadt wird zuerst, zu einer bestimmten Summe angeboten, die drei Blocks zu Kaufen. Das der Kaufpreis dann nicht niedriger wie jetzt sein wird, sondern eher höher, ist ja wohl klar.
Dass die Stadt dann den Preis von mindestens 50 Millionen zahlen wird, ist sehr unwahrscheinlich. 
Die Objekte können dann immer wieder weiterverkauft werden.
Was dabei herauskommt, können wir in der Nordstadt sehen. Die Blocks, die von der WWS verkauft wurden, haben in den letzten drei Jahren, dreimal den Besitzer gewechselt und dürften inzwischen, ohne Übertreibung, als heruntergekommen bezeichnet werden. Die Stadt hat da gar nichts mehr zu melden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bewohnerinnen auf dem Stiftberg, das gut finden.
Was zum Thema Rückkauf passiert, konnten wir jetzt auch beim Janup sehen, jetzt fordert der Eigentümer, einen so hohen Preis, dass die Stadt dankend ablehnt.
Wir sehen auch die Vorteile eines Nichtverkaufs.
-Das wir die Mieten, die die Fachhochschule zahlt, bei einem Nichtverkauf, einnehemen ohne davon etwas an den neuen Eigentümer abgeben zu müssen, wäre für uns vorteilhafter.
-Das wird nach dem Weggang der Fachhochschule, guten, bezahlbaren Wohnraum entwickeln können.
Natürlich kostet der Umbau der Wohnungen etwas. Wieviel kann jetzt noch garnicht beziffert werden. Es kommt ja auch darauf an, ob man die Luxusvariante wählt, oder lieber maßvoll gestalltet.
Auch müsste der Umbau nicht in einem Hauhaltsjahr stattfinden, sondern nach und nach.
Und da wäre noch die Möglichkeit, nicht Umzubauen und die Apartements an Studenten aus Bielefeld zu vermieten. Vieles ist möglich, wenn wir nicht verkaufen. Wenn wir verkaufen können wir nur noch zuschauen, egal was passiert.

In der Wohnraumbedarfsanalyse für Herford steht:
- Es besteht hohes Interesse bei Kleinen Mietwohnungen, für Singles, Paare und Senioren.
- In HF gibt es eine beginnende Anspannung des Mietwohnungs-Markts.
Die Realität ist, dass schon seit längerem bezahlbarer Wohnraum knapp ist.

Abschließend möchte ich noch zwei Dinge anmerken:
1. Dass ein Investor, der so massiv darauf dringt, nicht genannt zu werden, die Frage provoziert, ob er etwas zu verbergen hat.
Und 2. Alle Privatisierung-Projekte in anderen Kommunen waren immer ein Big Deal für den Privaten Investor, nie für die Kommune.

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