Vortrag: Waffenstillstand in Gaza - und was kommt dann?
Veranstalter*innen: Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen OWL, Referentin: Ivesa Lübben, Vizepräsidentin der Deutsch-Palästinensischen-Gesellschaft
Der kürzlich von US-Präsident Trump verordnete Waffenstillstand weckt Hoffnungen auf eine Verbesserung der humanitären Lage in Gaza. Doch trotz dieser Ankündigung bleibt die Situation angespannt: Die israelische Regierung lässt weiterhin nicht genügend humanitäre Hilfsgüter in den Gazastreifen gelangen und bricht den Waffenstillstand immer wieder durch Bombenangriffe.
Diese Entwicklungen werfen ernsthafte Fragen auf, insbesondere hinsichtlich der Achtung des Völkerrechts und des Selbstbestimmungsrechts der Palästinenser:innen. Die Zukunft Palästinas scheint den Entscheidungen äußerer Akteure ausgeliefert zu sein. Mit der Bildung eines angestrebten Protektorats unter Trump und dem ehemaligen britischen Premierminister Blair wird die Stimme der Palästinenser:innen übergangen.
Die verheerenden Folgen des Konflikts werden kaum thematisiert. Die Zerstörung, die langfristigen Auswirkungen sowie die enormen Kosten für den Wiederaufbau bleiben unerwähnt, während Israel nicht zur Verantwortung gezogen wird. Zudem bleibt eine Lösung für die Westbank aus: Israel beansprucht weiterhin alle palästinensischen Gebiete für ein Groß-Israel.
Die anhaltenden Spannungen und die Ignoranz gegenüber den Rechte der Palästinenser:innen stellen die Frage: Was kommt nach dem Waffenstillstand? Es bedarf dringender und gerechter Lösungen, um den Menschen in Gaza und in der gesamten Region eine echte Perspektive zu bieten.
Mittwoch, 12.11.25, 19 Uhr Linkes Zentrum, Hämelinger Str. 7, 32052 Herford
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