7. Juli 2011 Ulrich Adler

Antrag an den Rat der Stadt Löhne

„Der Rat der Stadt Löhne beauftragt die Verwaltung,

die Schulen der Stadt dahingehend zu beraten,

eine Zusammenarbeit mit der Bundeswehr grundsätzlich abzulehnen.

Hierzu gehören z.B.:

 

Kooperationsverträge mit der Bundeswehr.

Die Einladung von Bildungsoffizieren in den Unterricht oder zu schulischen Veranstaltungen. Werbung für Ausbildungsgänge bei der Bundeswehr, oder für ein Studium an einer Bundeswehrhochschule.

Werbung für Praktika in Bundeswehreinrichtungen.

Exkursionen zu Bundeswehreinrichtungen oder von der Bundeswehr durchgeführten Veranstaltungen.

Teilnahme der Schulen an Wettbewerben, Jugendmessen, Arbeitsplatzbörsen, die von der Bundeswehr ausgestattet werden.

Das Verteilen von Werbematerialien.“

 

Begründung:

Das vermeintliche Lösen von Konflikten mit militärischer Gewalt widerspricht einer gepflegten Kultur und den Erziehungsidealen unserer Gesellschaft.

Wie sollen Jugendliche zum gewaltfreien lösen von Konflikten erzogen werden, wenn das vertreten von Wirtschafts- und Länderinteressen mit militärischen Mitteln von unseren Schulen und der Stadt unterstützt wird.

Auftrag der Schule ist es, alle wertvollen Anlagen der Schülerinnen und Schüler zur vollen Entfaltung zu bringen und ihnen ein Höchstmaß an Urteilskraft, gründliches Wissen und Können zu vermitteln. Ziel muss die Heranbildung von Persönlichkeiten sein, welche fähig sind, der Ideologie des Nationalsozialismus und allen anderen zur Gewaltherrschaft strebenden politischen Lehren entschieden entgegenzutreten sowie das staatliche und gesellschaftliche Leben auf der Grundlage der Demokratie, des Friedens, der Freiheit, der Menschenwürde, der Gleichstellung der Geschlechter und im Einklang mit Natur und Umwelt zu gestalten. Diese Persönlichkeiten müssen sich der Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit bewusst sein, und ihre Haltung muss bestimmt werden von der Anerkennung der Gleichberechtigung aller Menschen.