8. März 2011 Ulrich Adler

Presseerklärung zum 100. Frauentag

Die Befreiung der Frauen ist aktuell wie vor 100 Jahren. Das Wahlrecht für Frauen ist zwar durchgesetzt, jedoch der Kampf gegen die Militarisierung der Gesellschaft, welche „Krieg als Mittel der Politik“ einsetzt, um (z.B. Öl-) Interessen zu wahren, ist damals wie heute ein zentrales Anliegen.

Mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen ist wichtig. Eine entscheidende Herausforderung ist es, das Recht auf gleich bezahlte und gute Arbeit für alle zu verwirklichen. „Es geht darum, Arbeit, und damit Zeit neu zu verteilen. Der Arbeitsbegriff erweitert sich, in dem alle Tätigkeiten gleichwertig behandelt werden.“ (Frigga Haug, Soziologin und engagierte Frauenrechtlerin).

 

„In jeder Gesellschaft ist der Grad der weiblichen Emanzipation (Freiheit) das natürliche Maß der allgemeinen Emanzipation“, zitierte vor 100 Jahren Rosa Luxemburg den großen sozialistischen Vordenker Charles Fourier.

 

 

Die Empörung gegen die wachsende Ungerechtigkeit der Verarmung von immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft und gegen die Verarmung der öffentlichen Hand wächst.

 

Es sei daran erinnert, dass „die Armut“ all zu oft besonders Frauen trifft, insbesondere allein erziehende Mütter und Rentnerinnen. Diese Beispiele machen deutlich, wie aktuell der Aufruf von Rosa Luxemburg zum Massenstreik gegen bestehendes Unrecht ist. Die Massenkämpfe im Nahen Osten verdeutlichen, wie bestehendes Unrecht beseitigt werden kann. Viele Frauen sind in der arabischen Revolution in vorderster Front im Kampf für Freiheit und Demokratie. Von ihnen können wir lernen, wie man sich bei uns in Deutschland effektiv gegen die Verarmung des Gemeinwesens wehren kann. Wir brauchen viele „Kairos“ in unserem Land.