4. August 2014 Ulrich Adler

Für Frieden demonstrieren!

„Krieg oder Frieden“, dies Schlüsselthema des Überlebens der Menschheit stellt sich 100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkrieges wieder unabweisbar in aller Dringlichkeit. Mitglieder der Linken Löhne demonstrierten am vergangenen Samstag in Herford gegen den Gaza-Krieg mit der Aussage: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Friede ist der Weg.“ Der langjährige Knessetabgeordnete und Friedensaktivist aus Israel Uri Avnery formulierte es jüngst aus aktueller Sicht: „Das ist kein Krieg gegen den Terror. Der Krieg ist der Terror.“

Der Friedensaktivist Averny forderte beide Seiten im Gazakrieg auf, miteinander zu reden statt einander zu töten. Gestern wurde erneut eine UN-Schule von israelischen Militärs bombardiert. 15 Menschen kamen dabei ums Leben, darunter Kinder und UN-MitarbeiterInnen. „Wo ist die Menschlichkeit, wo ist die Moralität?“,  twitterte die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos. Wer aus Verantwortung für die Vergangenheit zu israelischen Kriegsverbrechen schweigt, wird der heutigen Verantwortung nicht gerecht.

Auch die Konflikte in der Ukraine drohen zu einem europäischen Kriegsherd zu eskalieren. Die Linke lehnt Wirtschaftssanktionen ab , die Russland zum Einlenken in der Ukraine-Krise bewegen sollen. Auch der Hauptgeschäftsführerder IHK Ostwestfalen Harald Grefe äußerte sich wie folgt: „Ich befürchte, dass damit eine Spirale in Gang gesetzt wird, die am Ende nur Verlierer kennt.“  Die Bundestagsabgeordnete der Linken Sarah Wagenknecht warnt: „Bundesregierung, EU und USA starten vollkommen verantwortungslos einen heißen Wirtschaftskrieg mit Russland.“  Wie oft Wirtschaftskriege in militärische Konflikte ausgewachsen sind, haben wir in der Geschichte oft genug erlebt. Deshalb ist die Warnung von Bertolt Brecht aktuell wie damals: „An die Völker: Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz. Ihre Vorstellungskraft für kommende Leiden ist fast noch geringer. Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die Vergangenen wie armselige Versuche sind, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“ Aus der Erfahrung der Vergangenheit ist es geboten, dass die Mehrheit der Menschen sich in die Frage „Krieg oder Frieden“ einbringt. Für den Frieden demonstrieren ist das Gebot der Stunde.


Brief an die Kanzlerin: Frieden für Gaza!