31. März 2015 Ulrich Adler

Presseerklärung der Löhner Ratsfraktion zum Ostermarsch in Bielefeld

Die Linke in Löhne unterstützt den Ostermarsch am Samstag den 4. April in Bielefeld und ruft zur Beteiligung auf.

Das Thema des diesjährigen Ostermarsch lautet:

Kriege stoppen – Atomwaffen ächten – Für einen Nationalpark Senne

Um 11 Uhr findet der Auftakt auf dem Kesselbrink statt.

Eine Kundgebung gibt es um 12 Uhr auf dem Jahnplatz.

Am Löhner Bahnhof treffen sich Ostermarschierer um 10:30 Uhr um ab 10:44 Uhr mit der Bahn nach Bielefeld zu fahren.

Aufruf: Verbot von Rüstungsexporten und die Umstellung der                          Rüstungsproduktion auf zivile Güter

Mit Waffenexport und ungerechten Wirtschaftsbeziehungen tragen EU- und NATO-Staaten eine Verantwortung für Flucht und Vertreibung von Millionen Menschen. Für die Kriege im Nahen und Mittleren Osten tragen USA und Mitgliedsstaaten der EU eine Mitverantwortung. Europa schottet sich gegen Flüchtlinge ab, anstatt die Flüchtlinge aufzunehmen. Sollen Fluchtursachen bekämpft werden, gilt es, die Rüstungsexporte zu stoppen.

Die Kriege um Rohstoffe und geopolitische Macht sind der Nährboden des Terrorismus. Nur eine Abkehr von der Kriegspolitik von NATO, EU und Bundeswehr kann der Spirale der Gewalt, die jetzt verstärkt die westlichen Länder erreicht, ein Ende setzen.

Konflikte zivil lösen,Frieden in Europa ist nur mit Russland möglich.
NATO und EU betreiben gegenüber Russland eine Konfrontationspolitik. Nicht Russland dehnt sich aus. Es ist die Nato, die sich ausdehnt und Russland einkreist. Die Gefahr eines neuen Krieges mit dem Risiko eines nuklearen Infernos wächst. Im Ukraine-Konflikt müssen alle Beteiligten unter Leitung der OSZE an den Verhandlungstisch gebracht werden.
Zur Beendigung des Krieges in Syrien und im Irak müssen Verhandlungen im Rahmen einer Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen Osten aufgenommen werden. Angesichts der Situation in den Flüchtlingslagern sind materielle Hilfe und die verstärkte Aufnahme besonders hilfsbedürftiger Flüchtlinge in Europa absolut nötig.

120 Jahre Truppenübungsplatz sind genug! Bundeswehr raus aus der Senne!
Seit 1892 wird in der Senne Krieg geübt, seit dieser Zeit belastet das Militär mit seinen Emissionen Luft, Boden und Wasser. Die britische Armee will die militärischen Übungen auf dem Truppenübungsplatz Senne 2018 beenden. Die Bundeswehr wird schon als nächster „Naturfreund“ ins Spiel gebracht, die Senne zu übernehmen.

Ganz oder als parallele Nutzung für Militär und als Nationalpark. Im Nationalpark Hainich gibt es einen Baumkronenpfad, der den Besuchern einen Überblick über sonst unzugängliche Bereiche gibt. So etwas wird wohl dann auch in der Senne aufgebaut, mit einem Blick von hoch oben, sowohl mit einem Blick auf den Nationalpark Senne als auch auf die Manöver und Kriegsübungen der Bundeswehr – untermalt von einem Mix aus Vogelgezwitscher und Gefechtslärm.


Die Senne muss Nationalpark werden.

Raum für die Natur – und Raum für den Menschen, die Natur zu erleben – in Frieden!
Von NRW und von der Senne muss Frieden ausgehen!


 Wir fordern die Schließung der Kommandozentrale in Kalkar/Uedem und anderer NATO-Einrichtungen in NRW und deren Umwandlung für zivile Zwecke!


 Wir fordern eine Schule ohne Bundeswehr. Keine militärische Forschung an den Hochschulen!


 Wir fordern den Abzug und die Vernichtung der Atombomben. Die Urananreicherungsanlage in Gronau muss stillgelegt und ihre Technologie darf weder verbreitet noch verkauft werden.