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15. Oktober 2017

Ungewöhnliche Modenschau vor der Filiale von H&M in Herford

Am Freitag der 13. wiesen Gewerkschaftsmitglieder auf Arbeitsunrecht bei H&M hin.

Am Freitag, den 13. Oktober fanden bundesweit Aktionen vor Filialen von H & M statt. In Herford gab es eine »Modenschau der arbeitsrechtlichen Grausamkeiten«. Damit haben etwa 20 Aktivist*innen gegen die Personalpolitik des schwedischen Mode-Giganten protestiert. Der Kreisverband DIE LINKE hatte mit dazu aufgerufen und sich beteiligt.

In Müllsäcke gehüllt stolzierten die »Models« über einen roten Teppich. Mit Schilder mit den Namen der Outfits aus ihrer aktuellen Herbst-Kollektion machten sie auf arbeitsrechtliche Willkür des Konzerns aufmerksam. Die Modelle »Willkür«, »maximal wenig Personal«, »Mein Frei gehört H&M«, »Gewerkschaftsfeind«, »Flexi-Verträge« und »Teilzeit« sollten die nach Ansicht der Protestler »perfiden Profitquellen« des Konzerns ans Licht bringen.

Aufgerufen zu diesem Protest am Aktionstag »schwarzer Freitag, der 13« hatte der Kölner Verein »Arbeitsunrecht – Initiative für Demokratie in Wirtschaft & Betrieb«.  Per Online-Abstimmung war diesmal der Bekleidungs-Riese als »Horror-Arbeitgeber« gekürt worden. In deutschlandweit 21 Fußgängerzonen fanden Aktionen statt – in OWL gehörte Herford dazu.

Die Kritik richtete sich gegen die professionelle und systematische Bekämpfung von Betriebsräten, Lohndrückern und skrupellosen Profit-Maximierung. Mit der „Modenschau der Grausamkeiten“ wurde auf die Methoden des Konzerns aufmerksam gemacht. H&M gehört zu den Spitzenreitern bei Arbeitsverträgen, bei denen auf die Interessen der Beschäftigten keinerlei Rücksicht genommen wird. Es herrschen Willkür und Gewerkschaftsfeindlichkeit. Betriebsräte werden systematisch bekämpft. Um eine aufmüpfige Belegschaft loszuwerden, wird sogar geplant, einen ganzen Standort, nämlich das Großlager in Großostheim, zu schließen.

Die schwedische Aktiengesellschaft Hennes & Mauritz machte im Jahr 2016 mit 23,6 Milliarden Euro den größten Umsatz der Unternehmensgeschichte. H&M Deutschland beschäftigt insgesamt 20 186 Frauen und Männer und betreibt 436 Geschäfte. „Der Gewinn der Aktionäre basiert auf ausbeuterischen Produktionsbedingungen und der Ausbeutung des Personals“, erklärt Inge Höger, ehemalige Bundestagsabgeordnete.  

Der nächste Freitag, der 13., ist übrigens im April. Mal sehen, gegen welches Unternehmen sich dann der Widerstand der Aktivisten richten wird. Auf der Seite https://aktion.arbeitsunrecht.de kann man sich über die nächsten Aktionen informieren und auch den Newsletter abonnieren.

www.nw.de/lokal/kreis_herford/herford/herford/21947104_Gewerkschafter-kritisieren-H-und-M.htmlLink zu Artikel in der Neuen Westfälischen: