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12. März 2016 Inge Höger

5 Jahre Fukushima - 30 Jahre Tschernobyl

Inge Höger, linke Bundestagsabgeordete, und Fabian Stoffel, Vorsitzender der Linksfraktion im Kreistag, bei der Kundgebung in Herford.

Inge Höger, linke Bundestagsabgeordete, und Fabian Stoffel, Vorsitzender der Linksfraktion im Kreistag, bei der Kundgebung in Herford.

Die Atomkatastrophen mahnen: Stilllegung aller Atomanlagen sofort!

 

Auch fünf Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima ist die Lage dort nicht unter Kontrolle. Die Aufräumarbeiten werden weit mehr als 40 Jahre dauern, vermutlich sogar noch viel länger. Immer noch gelangt Radioaktivität an die Umwelt und ins Meer. 100.000 Menschen in Notunterkünften, weil ihre Heimat verstrahlt und unbewohnbar ist.

Wind und Regen tragen strahlende Partikel übers Land. Die Schilddrüsenkrebsrate bei Kindern und Jugendlichen steigt drastisch an. Ein Ende der Atom-Katastrophe ist nicht abzusehen.

Und die Mahnung von Fukushima ist in NRW gerade höchst aktuell: Im Block 2 des belgischen AKW Tihange unweit der Grenze wird trotz gravierender Sicherheitsmängel weiter Atomstrom und das Risiko einer Katastrophe erzeugt. Das Uran dafür kommt aus NRW, aus der Uranfabrik in Gronau. Und ganz in der Nachbarschaft steht das Uralt-Atomkraftwerk Grohnde und darf trotz Atomausstieg weiter produzieren. Das AKW Grohnde hat allein aufgrund seines Alters und veralteter Technik gravierende Sicherheitsmängel und gefährdet ganz OWL.

Auf die Katastrophe im fernen Japan und die massiven Präsens der Anti-Atom-Bewegung, die seit Ende 2009 immer größere Demonstrationen gegen die Laufzeitverlängerung organisiert hatte und als Reaktion auf Fukushima mit über einer halben Million Menschen in hunderten von Städten auf die Straße ging, reagierte die Bundesregierung dann mit der Abschaltung der AKWs. Die Laufzeitverlängerung wurde zurückgezogen, acht AKWs sofort und dauerhaft abgeschaltet, für die restlichen eine schrittweise Abschaltung bis 2021/22 beschlossen. Allerdings sammelt sich bis zur endgültigen Abschaltung aller Atomkraftwerke immer mehr Strahlenmüll an und es besteht nach wie vor das Risiko eines Super-GAU auch in Deutschland. Außerdem wurden bei diesem Ausstiegsbeschluss die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen „vergessen“ oder absichtlich ausgeklammert und dürfen weiter ihre gefährlichen Produkte herstellen.

In Gedenken an die Atomkatastrophe in Fukushima und um der Forderung nach sofortiger Stilllegung aller Atomanlagen Nachdruck zu verleihen, gab es am 11. März 2016 auch in Herford eine Kundgebung und einen Protestmarsch, an der sich auch die Bundestagsabgeordnete Inge Höger und DIE LINKE beteiligten.