Kontakt

DIE LINKE
Kreisverband Herford

Radewiger Straße 10
32052 Herford
Tel.: 05221 - 1749072
Fax: 05221 - 1749073

info@dielinke-herford.de


Bürozeiten:

Di 14:00 bis 18:00 

Do 14:00 bis 18:00 


 
8. Oktober 2014

DIE LINKE: Solidarität mit Kobane

Foto: DIE LINKE auf der Demo in Bielefeld am Dienstag

Aufruf zum Widerstand.

Für Donnerstag, den 9.Oktober 2014 um 18 Uhr ruft das Bündnis der demokratischen Kräfte in OWL zu einer Demonstration auf dem Bielefelder Jahnplatz auf. „Kobane ist nicht allein, Widerstand ist überall“ heißt das Motto. DIE LINKE erklärt sich solidarisch und unterstützt die Aktion.

In Nordsyrien, von den Kurden Rojava genannt, haben Kurden, assyrische Christen und Araber seit dem Rückzug der Truppen Assads begonnen gemeinsam eine andere Gesellschaft aufzubauen. Unter widrigsten Umständen ist es gelungen, Basisdemokratie und die gleichberechtigte Teilnahme aller ethnischen und religiösen Gemeinschaften umzusetzen. Alle Führungspositionen werden doppelt besetzt, eine Führungskraft muss weiblich sein. Damit hat Rojava Vorbildfunktion für ausnahmslos alle Staaten im Nahen und Mittleren Osten. Das macht nicht nur die Terrorgruppe IS zu Todfeinden Rojavas. Auch für die Türkei, die USA und die Golfstaaten ist Rojava eine „Bedrohung“. Deshalb ist die von den USA und 40 weiteren Ländern gebildete Koalition nicht gewillt, Kobane zu helfen. Deshalb unterstützt die türkische Regierung die Terrorgruppen der IS weiterhin und geht brutal gegen Kurden vor. Auch der nordirakische Kurdenführer Barsani hat sich und sein Öl längst an den Westen verschachert. Sein feudales, reaktionäres Regime fürchtet das Modell Rojava mehr als den IS. Internationale Achtung erlangte Rojava, als es gelang zehntausende Menschen aus dem Irak vor dem Terror des IS zu retten. Das hatten zuvor weder die irakische Armee, noch die Peshmerga Barsanis oder die Bomben der USA vermocht. Jetzt verstärkt sich der Eindruck, dass die USA den Fall von Kobane gar nicht verhindern wollen. Dass die "Antiterrorkoalition" Kobane und Rojava „dem IS in einem widerlichen geopolitischen Geschacher zum Fraß vorwirft“, wie Tomasz Konicz auf Telepolis schreibt.

Protest und Widerstand sind also gerechtfertigt. DIE LINKE erklärt sich solidarisch mit all jenen, die demonstrieren und streiken, Parteibüros, Parlamente, Fernsehsender und Flughäfen besetzen, Bahnhöfe und Autobahnen blockieren. Das Mindeste, was wir tun können, ist auf die Straße zu gehen. Am Donnerstag ist Gelegenheit dazu.

Um mehr über Rojava zu erfahren, empfiehlt DIE LINKE ausnahmsweise einen Artikel der Springerzeitung „Welt“: „Wo Syrien schon frei und demokratisch ist“.

http://www.welt.de/politik/ausland/article128652793/Wo-Syrien-schon-frei-und-demokratisch-ist.html

Foto: DIE LINKE auf der Demo in Bielefeld am Dienstag