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5. März 2014 Inge Höger MdB DIE LINKE

Die große Koalition prüft solange bis die Geburtshilfe am Boden liegt

Die Herforder Bundestagsabgeordnete Inge Höger nimmt Stellung zu der schlechten finanziellen Situation und den steigenden Haftpflichtprämien für Hebammen.

Die Herforder Bundestagsabgeordnete Inge Höger nimmt Stellung zu der schlechten finanziellen Situation und den steigenden Haftpflichtprämien für  Hebammen.
 
Immer häufiger und in immer kürzeren Abständen erreichen uns die Alarmmeldungen der Hebammen. Die niedrigen Honorarsätze und die steigenden Haftpflichtbeiträge rauben ihnen jede Existenzgrundlage.  Und inzwischen schlagen auch die Krankenhäuser in der Region Alarm, dass die horrenden Versicherungsbeiträge nicht finanzierbar seien. Auch das Geburtshaus in Herford musste seine Angebote bei  der Geburtshilfe reduzieren.
 
Jede Frau hat das Recht zu entscheiden, wie und wo sie Ihr Kind bekommen
möchte. Und aus Sicht von Eltern wäre eine 1:1-Betreuung durch eine Hebamme wünschenswert, egal an welchem Ort die Entbindung stattfindet. Aber diese Entscheidung wird Eltern abgenommen,  da eine flächendeckende Versorgung durch freie Hebammen und Geburtshäuser nicht mehr gewährleistet ist und in den Kliniken eine Hebamme mehrere Geburten betreut. Und selbst Krankenhäuser überlegen, Angebote zurück zu fahren bzw. Geburtsstationen zu schließen. Eine  wohnortnahe Versorgung ist bald nicht mehr sichergestellt und schon gar nicht die Wunschentbindung. Auch die Betreuung und Versorgung von Mutter und Kind in den Tagen nach der Geburt durch Hebammen  ist nicht mehr gesichert. Dabei wird sie gerade bei immer schnelleren Entlassungen nach einer Krankenhausentbindung immer notwendiger.  
 
Inge Höger weist darauf hin: „Schon seit Jahren fordert DIE LINKE im Bundestag einen staatlichen Haftungsfonds, der die private Haftpflichtversicherung für die Geburtshilfe ersetzt. Inzwischen sind die Haftpflichtprämien in der Geburtshilfe erneut massiv gestiegen. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Ich forderte die Bundesregierung zu sofortigen Handeln auf. Es reicht nicht, nur Krisengespräche zu führen und Prüfungen zu veranlassen. Die Hebammen benötigen eine sofortige Lösung,  bevor ihr Berufszweig endgültig am Boden liegt.“