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23. Juli 2014 Inge Höger

Offener Ganztag in Herford von Anfang unterfinanziert

Sparen auf Kosten der Kinder von Land und Stadt

 

Vor Beginn des neuen Schuljahres wiesen die Herforder Grundschulleitungen auf die unzureichende finanzielle Ausstattung des offenen Ganztages an Herforder Grundschulen hin. Der Sozialdezernent der Stadt, Dr. Robra, nahm die

Stellungnahme angeblich mit „Sympathie und Solidarität“ zur Kenntnis, sah die Stadt Herford aber nicht in der Lage etwas zu ändern. „Das hilft den betroffenen Kindern wenig, die ab dem kommenden Schuljahr den offenen Ganztag besuchen werden“, erklärt dazu das LINKE Ratsmitglied Wolfram Hüffner.

Die Bundestagsabgeordnete Inge Höger weist darauf hin, dass der offene Ganztag
von Anfang an vom Land NRW als eine Mogelpackung von Ganztagsschulen
eingerichtet und völlig unzureichend finanziert worden sei. „Man hat seinerzeit den
Trick einer gemeinsamen Einrichtung von Schule und Jugendhilfe vorgenommen,
sonst hätten gar keine Elternbeiträge erhoben werden dürfen und die
Personalausstattung für Ganztagsschulen wäre auch besser gewesen.“ Es würde
langsam Zeit, diese Fehler zu überwinden und im Sinne der Kinder und auch der
Lehrer_innen und Erzieher_innen zu einer anderen Lösung zu kommen, fordert die
Abgeordnete.
 
„Trotzdem ist auch die Stadt Herford in der Pflicht“, ergänzt Wolfram Hüffner. So sei
es nicht fair, dass z.B. die Gemeinde Hiddenhausen ein Kind im offenen Ganztag mit
2.400 € unterstütze, die  Stadt Herford aber nur 1.665 € ab Beginn des neuen
Schuljahres jährlich bezahle. „Und dann werden freie Träger mit der Durchführung
beauftragt, die sehen müssen, wie sie mit dem geringen Betrag klarkommen und am
Personal sparen.“ Eine gute Qualität der Erziehung und Betreuung sei nur mit
qualifiziertem und ausreichend Personal möglich“, ist sich Inge Höger sicher. Die
Forderung der LINKEN sei einfach: Nur der gebundene Ganztag kann Bildung und
Erziehung in guter Qualität gewährleisten. Und bis dahin muss die Stadt ihren Anteil
mindesten auf das Niveau in anderen Städten und Gemeinden anheben.