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24. Februar 2014 Inge Höger MdB DIE LINKE. im Bundestag

Linke fordert neue Regeln für sportliche Megaereignisse

Umwelt, Menschenrechte, Militär, Megaprojekte - Olympia ohne Rücksicht auf Verluste. Die menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Annette Groth und die abrüstungspolitische Sprecherin Inge Höger zum Ende der Olympischen Spiele in Sotschi:

"Viele Millionen Menschen haben die Olympischen Winterspiele in

Sotschi mit Spannung verfolgt und sich über die Leistungen der

Sportlerinnen und Sportler gefreut.", so Annette Groth. "Dass diese

sportlichen Megaereignisse mit massenhaften Menschenrechts-

verletzungen und der Zerstörung der Umwelt verbunden sind, wird

dabei oft vergessen. Die am Bau der Stadien, Hotels und Infra-

struktureinrichtungen für die Olympischen Spiele beteiligten

Arbeiterinnen und Arbeiter aus den zentralasiatischen Staaten wurden

in vielen Fällen ihrer Rechte beraubt." Weiter Inge Höger: "Das IOC

schert sich bei der Vergabe der Spiele nicht um Menschenrechte. Für

die ausrichtenden Staaten ist Olympia ein Statussymbol, dem sie alles

andere unterordnen. Olympiaden sind Geldverschwendungsmaschinen auf

Kosten der Armen. Mit demokratischen, sozialen oder ökologischen

Maßstäben ist das nicht vereinbar. Viele Tausende Menschen werden

vertrieben, die Arbeitsbedingungen sind menschenverachtend.

Ohne Rücksicht auf Verluste wird in die Natur eingegriffen. Der

olympische Gedanke ist zu einer Karikatur verkommen: Statt ein

Symbol des friedlichen Zusammenlebens zu sein, werden die Spiele

unter militärische Absicherung gestellt.

Und nicht nur das: Ein großer Teil des deutschen Sportkaders wird

von der Bundeswehr gesponsert. Sportsoldaten sind nicht geeignet,

um die Idee des Friedens in die Welt zu tragen. Wir wollen friedliche

olympische Spiele und eine Zivilisierung der Sportförderung!"

Annette Groth bekräftigt: "Das IOC muss endlich Verantwortung für

die Einhaltung der Menschenrechte bei solchen Großveranstaltungen

übernehmen und dies in den Verträgen mit den Ausrichterstaaten

verbindlich festlegen. Wenn die großen internationalen Sportverbände

wie IOC oder FIFA nicht in der Lage sind, die Einhaltung der

Menschenrechte bei solchen Großereignissen sicherzustellen, muss

hierfür eine internationale Überwachung, z.B. durch die ILO,

verbindlich geregelt werden. Sportgroßereignisse sind schon lange

hochprofitable kommerzielle Veranstaltungen. Die austragenden

Verbände wie das IOC oder die FIFA müssen endlich Steuern auf

ihre riesigen Gewinne bezahlen. Es gibt keinen Grund, warum das Risiko

alleine bei den Austragungsländern liegen soll."