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15. Februar 2014 Ulrich Adler

Buchvorstellung und Diskussionsveranstaltung zum Thema:

„Vor 100 Jahren: Die zwei Leben des Emil S. - Spurensuche im Ersten Weltkrieg“

Donnerstag, 27. Februar 2014

 

19:00 Uhr

 

DER BECKERKRUG

32584 Löhne-Mennighüffen, Lübbecker Str. 44

                                               

 

Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg. Eine „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, befand der der Historiker Georg F. Kennan.

Auf der Spurensuche seines Großvaters beschreibt der Buchautor Rainer Stöcker die Geschehnisse im 1. Weltkrieg aus der Perspektive eines westfälischen Arbeitersohns. Herausgekommen ist ein lebendig geschriebenes, sehr persönliches Buch, in dem die Leiden, Hoffnungen und Enttäuschungen  eines Menschen nachgezeichnet werden, der im Krieg stets an vorderster Front stand, der drei Jahre in russischer Gefangenschaft verbrachte , bevor er sich in den Wirren der Revolution in die Heimat durchschlug.

Die erschütternden Ereignisse des 1. Weltkrieges wurden in Deutschland all zu schnell aus dem Bewusstsein der Menschen verdrängt. Da die notwendige antimilitaristische Neuorientierung Deutschlands nicht erfolgte, kam es zum  zweiten Weltkrieg, den  Detlef Scheiding in dem neuen biographischem Zeitdokument  „Menschen Unterwegs in Dunkler Zeit“ eindrucksvoll am Beispiel über Löhne Obernbeck 1936- 1946 beschrieb.

1952 appellierte Bertolt Brecht „An die Völker“: „Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz. Ihre Vorstellungskraft für kommende Leiden ist fast noch geringer.  ….Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die Vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“

In jüngster Zeit erwägen führende Politiker wieder, „Deutschlands gewachsene Rolle in der Welt“ auch  mit militärischen Mitteln  zur Geltung zu bringen. Das darf nicht widerspruchslos hingenommen werden.

Eine öffentliche Debatte um die Leiden der Menschen in den Weltkriegen öffnet die Augen für drohende Gefahren eskalierender Kriege.

An die Buchvorstellung werden sich Fragen an den Autor und eine Diskussion um eine anti-militaristische und friedenspolitische Perspektive heute anschließen.

 

Buchautor:     Rainer Stöcker, Lehrer und Mitglied des Hagener Geschichtsvereins, publizierte zu  vernachlässigten Themen der Lokalgeschichte