Kontakt

DIE LINKE
Kreisverband Herford

Radewiger Straße 10
32052 Herford
Tel.: 05221 - 1749072
Fax: 05221 - 1749073

info@dielinke-herford.de


Bürozeiten:

Di 14:00 bis 18:00 

Do 14:00 bis 18:00 


 
10. April 2014 Inge Höger, MdB DIE LINKE

Konversion als Chance für Stadtentwicklung

Der Abzug der Briten aus der Region und die Möglichkeiten.

 

Die letzten britischen Streitkräfte verlassen Ende 2015 die Region. Das eröffnet neue und ungeahnte Möglichkeiten. Aus dem Truppenübungsplatz Senne kann endlich einem Nationalpark werden und in der Stadt Herford werden Wohnungen und Flächen für die Stadtentwicklung frei.

In der Stadt Herford werden drei Kasernenstandorte mit einer Fläche von rund 28 ha und 450 Wohnungen werden frei. Der überwiegende Teil der Wohnungen hat nach einem Gutachten von NRW.Urban einen großen Modernisierungsbedarf und bei den militärischen Flächen ist mit umweltschädlichen Altlasten zu rechnen. Die Stadt hat bereits eine Altlastenuntersuchung in Auftrag gegeben. DIE LINKE fordert die Beseitigung durch die Verursacher.

Sowohl die Flächen als auch die Wohnungen bieten ein hohes Potential und die Bevölkerung macht sich bereits viele Gedanken über mögliche Nutzungen. Die Menschen wollen keine Luxuswohnungen und auch keine Betonwüsten, kam bei ersten Zusammenkünften heraus. Wichtig für das Gelingen der Konversion ist aus Sicht der LINKEN die Beteiligung von Einwohnerinnen und Einwohnern. Hier ist die Stadt einen ersten Schritt der Anhörung gegangen.

Um bürgerferne Fehlentwicklungen zu verhindern, muss die Stadt Herford die Flächen und auch die Wohnungen in öffentliches Eigentum übernehmen. Und mit den Ideen der Menschen in der Stadt kann Stadtentwicklung endlich mal ohne das Warten auf private Investoren, die nur Profit machen wollen, umgesetzt werden. Es gibt schon interessante Ideen. Frauen wünschen sich eine Frauen-Universität für MINT-Berufe in den Kasernen; ältere Menschen können sich Mehrgenerationenwohnungen mit Servicestützpunkten vorstellen. Preiswerter Wohnraum nicht nur für Studierende ist auch in der Region Mangelware. Auch Grünflächen sind lebenswichtig für eine Stadt für alle.

Wenn man sich gute Konversionsprojekte aus anderen Kommunen zum Vorbild nimmt und der Beteiligungsprozess konsequent eingehalten wird, ist die Konversion eine Chance für die Entwicklung der Stadt.