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23. Januar 2013

Bundeswehr raus aus Schulen

Zahlreiche SchülerInnen, StudentInnen, Verbände und Parteien sowie deren VertreterInnen haben einen offenen Brief unterzeichnet der von einem Aktivisten der linksjugend ['solid] Herford verfasst worden ist. Zu den Unterzeichnerin gehören auch Inge Höger, MdB DIE LINKE, Andreas Höltke, Vorstand DIE LINKE nrw, Meshut Cakar, Vorstand DIE LINKE Herford und linksjugend ['solid] Herford/ DIE LINKE Stadtverband Herford

Lieber Rotary-Club Herford,



schon seit einigen Jahren organisieren Sie den "Herforder Berufsinformationstag" in wechselnden Schulen. SchülerInnen können dort mehr über ihre Möglichkeiten nach der Schulausbildung erfahren, Experten aus den jeweiligen Bereichen berichten zum Beispiel über Sozialarbeit oder den LehrerInnenberuf.



Leider bieten sie auch der Bundeswehr die Möglichkeit, Werbung für den SoldatInnenberuf zu machen. Dieser Beruf ist aber kein Beruf wie jeder andere zivile und deshalb gehört Werbung für die Bundeswehr nicht an Schulen. 



Seit mehr als 10 Jahren ist die Bundeswehr wieder aktive Kriegspartei in vielen Konflikt in der ganzen Welt. Sei es der Kosovo, Afghanistan, Libyen, Mali oder Syrien. Nie hat die Bundeswehr eine konkrete Verbesserung der Lage zu verantworten oder hat Aussicht auf diese. Stattdessen sterben Unschuldige in der Bundeswehr und durch die Bundeswehr, die Bombardierung eines Tanklasters mit 146 zivilen Toten in Afghanistan ist dabei nur ein Beispiel.



Sie ist kein Bestandteil der Zivilgesellschaft sondern Gegenteil dieser. An zivile Schulen gehört sie nicht! Mit ihren Vorträgen und Werbemaßnahmen, durch die Aussetzung der Wehrpflicht weiter verstärkt, ist sie nicht an einer neutralen Unterrichtung über Krieg und Frieden interessiert. Stattdessen wirbt sie Offensiv für ihre Art der Konfliktlösung, also den Krieg.

Den SchülerInnen werden nur die guten Aspekte des Dienstes in der Bundeswehr vermittelt. Jene negativen werden konsequent ausgeblendet. Davon, dass das SoldatInnenleben die Abtretung elementarer Grundrechte, die unbedingte Gehorsamkeit und das Risiko bleibende Schäden zu erleiden bedeutet sprechen die Jugendoffiziere der Bundeswehr nicht.

Die Methoden der Bundeswehr widersprechen der Verpflichtung von Schulen differenziert zu unterrichten, auch wenn es sich um staatliche Institutionen handelt.



Für uns gilt: Kein Werben fürs Sterben, Bundeswehr raus aus Schulen und den Ländern der Welt!

Werden sie sich ihrer Verantwortung als Veranstalter des
Berufsinformationstages bewusst, wir
fordern Sie auf die Bundeswehr wieder auszuladen!



Nie wieder wird die Bundeswehr in Herford für ihre mörderischen Zwecke werben können, ohne dass wir protestieren und aufklären!



No justice, no peace!