27. Februar 2016 Ulrich Adler

Fluchtursachen bekämpfen

Nie wieder Krieg von deutschem Boden: „Stopp Ramstein“

Viele Städte und Gemeinden in Deutschland, so auch im Kreis Herford, nehmen Flüchtlinge aus Kriegsgebieten auf. Humanitäre Hilfe für Menschen, die in Kriegsgebieten von Tod und Gewalt bedroht sind, ist das Gebot der Stunde.

Um die Ursachen für die Fluchtbewegung in aller Welt zu beseitigen, ist es entscheidend für eine friedlichen Welt zu sorgen.

Leider müssen wir feststellen, dass von Deutschland aus Krieg in alle Welt getragen wird. Der US-Militärstützpunkt Ramstein ist ein zentrales Drehkreuz für die Vorbereitung und Durchführung völkerrechtswidriger Angriffskriege. Die meisten tödlichen Einsätze US-amerikanischer Kampfdrohnen , u.a. in Irak, Afghanistan, Pakistan, Jemen, Syrien und Afrika werden über die Satellitenrelaistation auf der US- Air -Base Ramstein durchgeführt.

US-Drohnenpiloten auf verschiedenen Militärbasen nutzen Ramstein für die Steuerung der Killerdrohnen in weltweiten und illegalen Kriegseinsätzen. In Ramstein analysieren und aktualisieren ca. 650 MitarbeiterInnen ständig die Überwachungsdaten der vermeintlichen Zielpersonen und leiten ihre Daten dann weiter.

Die US-Regierung hat mittels Drohnen in Pakistan, Jemen und Somalia fast 500 Menschen außergerichtlich getötet sowie 13.000 im Afghanistan-Krieg. Unzählige Opfer gab es durch US-Drohnen im Irak, in Syrien und in Libyen.

Deswegen fordert ein Aktionsbündnis in der Kampagne „Stopp Ramstein: Kein Drohnenkrieg!“ vom Deutschen Bundestag und von der Bundesregierung, den USA die Nutzung von Ramstein als Basis zur Drohnenkriegsführung zu verbieten und die Satellitenrelaisstation zu schließen. Die Bundesregierung wird aufgefordert, selbst auf die Anschaffung von Kampfdrohnen zu verzichten.

Die Intiatoren der Kampagne „Stopp Ramstein - Kein Drohnenkrieg!“ zu Aktionen auf und zur Demonstration und Kundgebung vor der Base Ramstein auf. Eine Demonstration und Menschenkette soll in der Zeit vom 10.-12. Juni 2016 in Ramstein stattfinden.

Die Bundesregierung gießt mit ihrer Türkei-Politik Öl ins Feuer im Nah-Ost - Kriegskonflikt. Statt die Türkei aufzufordern, ihr aggressives Verhalten aufzugeben, die Souveränität Syriens zu achten und aufzuhören die Kurden in Rojava anzugreifen, paktiert sie mit der Türkei auf Kosten der Kurden und der Flüchtlinge!

In Löhne am Donnerstag den 2. Juni um 19 Uhr in der Werretalhalle:

Eugen Drewermann spricht und diskutiert zu dem Thema: „Warum Krieg?“