17. Januar 2018 Inez Déjà

DIE LINKE stimmt gegen teure Containerlösung

Auf der Sondersitzung des Rats der Stadt Herford am 15.01.2018, in der es um die Zwischenlösung des aufstellens von Containern auf dem ehemaligen Exerzierplatzes des Bildungscampus für die Studierenden der Fachhochschule für Finanzen ging, hat sich Inez Déjà stellvertretend für die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Herford, gegen das Aufstellen von Containern ausgesprochen.

Auf dem Gelände des Bildungscampus sollen für mindestens ein Jahr 500 Container zur Unterbringung und Versorgung von Studierenden und Dozent*innen aufgestellt werden. Angeblich kann nur so der Studienbetrieb ab dem 1. September aufgenommen und gewährleistet werden. Weil es einen Einspruch gegen die Vergabe der Architekturleistungen für die Renovierungsarbeiten an den Kasernengebäuden auf dem Bildungscampus Herford gegeben hat, muss nun nach den Angaben der Stadtverwaltung diese teure Zwischenlösung her. Das Aufstellen von Containern für die 340 Studierenden des am 01.09.2018 beginnenden Semesters wurde ursprünglich mit 1,5 Millionen Mehrkosten kalkuliert. Inzwischen haben sich die Kosten für die Container auf 3,2 Millionen € erhöht.
Die Fraktion der LINKEN im Rat der Stadt ist der Meinung, dass nicht intensiv genug geprüft wurde, ob es andere Unterbringungsmöglichkeiten für die Studierenden gibt. Geprüft hat die Stadt lediglich die Unterbringung in Wohnungen der WWS und in einem ehemaligen Flüchtlingswohnheim in Bielefeld Brake. Die Stadt hätte im Grunde von Beginn der Planungen an alternative Unterbringungsmöglichkeiten einbeziehen müssen, da Bauverzögerungen immer möglich sind. Ganz egal wie das Verfahren gegen die Vergabe ausgeht, sind weitere Mehrkosten zu befürchten.
Der Rat hat mit 29 Jastimmen, 9 Neinstimmen und 4 Enthaltungen, die Aufstellung der Container beschlossen. DIE LINKE Ratsfrau Inez Déjà hat mit NEIN gestimmt.