22. April 2016

"Welche Partei nimmt den Elternwillen auf?"

"DIE LINKE war von Anfang an gegen das Turbo-Abi und hat sich in den letzten Jahren immer wieder deutlich dagegen positioniert", so Inge Höger Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus Herford, " Schule ist heute nicht nur Lern-, sondern auch Lebensraum. Doch durch G8 führt Schule zu immer mehr Stress: nicht umsetzbare Lehrpläne, erschöpfte Schülerinnen und Schüler, genervte Eltern, frustrierte und überarbeitete Lehrerschaft und immer mehr Nachhilfe für diejenigen, die es sich leisten können.

Die Studie beweist jetzt, dass wir mit unserer Position richtig liegen und es läge jetzt an der Landesregierung zu liefern, aber SPD und Grüne haben (nicht nur) in Sachen Bildung wiederholt ihr Desinteresse an der Meinung von Eltern, Schüler*innen, Lehrer*innen und Expert*innen bewiesen." Fabian Stoffel, Kreistagsabgeordneter und dort Mitglied im Schul- und Kulturausschuss ergänzt: "DIE LINKE setzt sich allerdings für mehr ein als nur für eine Rückkehr zum G9-System. Wir fordern Gemeinschaftsschulen alle eine Schule für alle, in der alle von der ersten Klasse bis zum Abitur ganztägig länger gemeinsam lernen können. Diese Schulen bauen nicht nur die extreme Abhängigkeit des Bildungserfolges vom Geldbeutel der Eltern ab. In einer guten Schule für alle profitieren auch die leistungsstarken SchülerInnen von der individuellen Förderung. Ich selbst habe an der Olof-Palme-Gesamtschule in Hiddenhausen mein Abitur in 9 Jahren gemacht und wie viele andere sehr von dem Vorbildcharakter der OPG in vielen Belangen profitiert. Als Beispiele seien hier das 60-Minuten Schulstundenraster und Nachmittagsunterricht statt Nachmittagsbetreuung, was das Aufkommen von Hausaufgaben erheblich reduziert, genannt. Auch mit der Inklusion, die jetzt viele Gymnasien vor Herausforderungen stellt, hat die Olof-Palme-Gesamtschule bereits angefangen bevor diese Thema in den Medien war. Dieses positive Beispiel zeigt, dass DIE LINKE mit ihren Forderungen richtig liegt." Inge Höger abschließend: "Die Politik muss die Bedingungen dafür schaffen, dass allen Kindern und Jugendlichen eine qualitativ gute und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Bildung an den Regelschulen ermöglicht wird. Jede Schule sollte alle Kinder dort abholen wo sie sind und zu bestmöglichen Abschlüssen führen."