16. Dezember 2011

Linke kritisiert Klimaschutzkonzept

Trinkwasserverunreinigungen, und öffentlicher Personenverkehr nicht genügend berücksichtigt

Herford(nw). In einer Erklärung nimmt die Linke Stellung zum Prüfauftrag für die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes. Dieser wurde im Umweltausschuss nach Antrag von SPD und Grünen beschlossen.

„Die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes ist mit Sicherheit ein sinnvoller Schritt, um künftige CO2-Emissionen zu senken", heißt es in der Erklärung der Partei. Der vorliegende Auftrag sei allerdings unzureichend, da er sich lediglich auf erneuerbare Energie beziehe, kritisiert die Kreistagsfraktion.

Der vorliegende Entwurf ließe den öffentlichen Personennahverkehr außen vor. Viele Schüler bekämen trotz öffentlicher Subventionen keine kostenlose Busfahrkarte, weil ihr Schulweg 30 Meter zu kurz ist. Dies habe zum Ergebnis, dass Eltern ihre Kinder vermehrt mit dem Auto zur Schule bringen.

„Zur Vermeidung der Blechlawine sollte die Vergabe der Schülerfahrkarten wenigstens im Winter CO2-freundlich gehandhabt werden," Im Winter müssten daher die Entfernungsgrenzen für die Busfahrkarten geändert werden. Diese Überlegungen gehören in ein vernünftiges Klimaschutzkonzept, so die Fraktion. Des Weiteren seien in Bezug auf sauberes Trinkwasser weitere Biogasanlagen kritisch zu sehen. „Der expansive Anbau von Mais für die Verwendung in Biogasanlagen führt zur Überdüngung, also zur Verseuchung des Grundwassers." Es sei vielmehr sinnvoll, den Wirkungsgrad vorhandener Anlagen, zu verbessern. Es laufen bereits Versuche den Anteil anderer Stoffe zu erhöhen, zum Beispiel bei Gülle oder Klärschlamm. „Von einer Ausweitung dieser Anlagen sollte aber vorerst - im Hinblick auf die bereits genannten Gründe - Abstand genommen werden", so der Fraktionsvorsitzende Thomas Besler, der für die ökologische Plattform der Linken in NRW für den Bereich Gewässerschutz zuständig ist.