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Deutscher Bundestag - öffentliche Petitionen

Der Petent fordert dazu auf, die bestehenden Aufklärungs- und Aktionsprogramme gegen Rechtsradikalismus zu fördern und zu erweitern. MEHR

 

Unsere Positionen

    Weitere Positionen der LINKEN

    ... finden Sie auf der Website unseres Landesverbandes und unter die-linke.de.

     

    Bildungsstreik

    Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht gemäß Art. 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen  vom 10. Dezember 1948 und wurde  im Art. 13 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte erweitert.

    Dieser Pakt wurde von der BRD am 09. Oktober 1968 unterzeichnet! Somit fordern wir heute unsere Rechte ein!

    Das Recht auf Bildung gilt als eigenständiges kulturelles Menschenrecht und ist ein zentrales Instrument, um die Verwirklichung anderer Menschenrechte zu fördern. Es thematisiert den menschlichen Anspruch auf freien Zugang zu Bildung, Chancengleichheit und Schulrecht.

    Bereits im vergangenen Sommer demonstrierten in  über 100 Städten 270.000 Menschen gemeinsam gegen die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem.

    Doch trotz dieser erfolgreichen Mobilisierungen im Jahr 2009 hat sich nichts geändert – unsere Forderungen und Ziele wurden nicht erreicht. Im Gegenteil: Das Bildungssystem wird genau wie andere gesellschaftliche Bereiche weiter nach wettbewerbsorientierten Kriterien ausgerichtet und immer stärker ökonomisiert.

    In den letzten Jahren wurden die finanziellen Mittel für Schulen, Universitäten und Ausbildung in den Keller gekürzt. Das Bildungssystem trocknet finanziell immer weiter aus. Die Ausgaben für Bildung wurden in den letzten Jahren immer wieder zusammengestrichen.

    Hieraus ergibt sich, dass die Bildungschancen inzwischen extrem ungleich verteilt sind.
    Nach wie vor hängen die Bildungschancen für eine höhere Ausbildung an Gymnasien und Universitäten für Jugendliche stark von ihrer sozialen Herkunft ab. Infolge dessen ist der durchschnittliche Anteil der Kinder aus "bildungsnahen Schichten", also aus der "oberen Dienstklasse", die ein Gymnasium besuchen, mehr als viermal so hoch wie der Anteil der Kinder aus Facharbeiterfamilien.

    Geld für Schulbücher, Schul- und dann Studiengebühren oder private Nachhilfe -
    wer keine reichen Eltern hat, hat es zunehmend schwerer, nicht abgehängt zu werden.

    Die Lernbedingungen in Deutschland werden zunehmend schlechter, Klassengrößen
    steigen ebenso wie die Ausfallzeiten und das bei immer größerem Leistungsdruck.

    Dies nehmen die Menschen in diesem Land nicht länger hin, deshalb gehen sie auf die Straße um ihr Recht auf Bildung einzufordern und klar zu machen, dass es so nicht weitergehen kann und darf.

    Es kann nicht sein, dass der Staat Unmengen an Geld für steinreiche Bänker, Spekulanten und das marode Finanzsystem locker macht und die Bildung auf der Strecke bleibt. Die Bürger sollen die Verluste der Banken abstottern? Nein danke!

    Es ist wichtig dass sich so viele Menschen wie nur möglich an den Prostesten beteiligen, um zu zeigen, dass sie nicht einverstanden sind mit der Politik unseres Landes.

    Dem momentanen Zustand im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:
    · selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
    · freier Bildungszugang für alle Menschen, Lehrmittelfreiheit und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
    · öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
    · und radikale Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.


    Junge Menschen sind die Zukunft - also muss auch zu genüge in sie investiert werden!

    Deshalb beteiligt euch am landesweiten Bildungsstreik am 05.05.2010 in Düsseldorf und zeigt, dass ihr mit unserer jetzigen Politik nicht einverstanden seid!